Haftpflichtversicherung bei Wandertagen, Klassenreisen und co – was muss ich als LehrerIn oder Elternteil wissen?

Die Berufshaftpflichtversicherung - selbst bei TrainerInnen und Anbietern nicht immer bekannt!

Mit der Schulklasse auf Exkursion unterwegs zu sein, auf eine pädagogische Klassenreise zu fahren oder bei einem Projekttag mit spannenden erlebnispädagogischen Aktivitäten die sozialen Kompetenzen zu fördern - all dies macht sowohl den SchülerInnen als auch den LehrerInnen viel Spaß und Freude und bringt Abwechslung in den Schulalltag. 

Genauso wichtig wie ein buntes und abwechslungsreiches Programm, ist die richtige Absicherung der SchülerInnen und LehrerInnen bei Programmen und Programmbausteinen aller Art. 

So ist es sehr wichtig zu prüfen, ob die TrainerInnen, BetreuerInnen oder Guides auf einer Klassenreise, bei einem Wandertag oder bei einem Projekttag  mit einer Berufshaftpflichtversicherung abgesichert sind. Die Berufshaftpflichtversicherung sichert ab, wenn dem Trainer vor Ort ein Fehler unterläuft und dadurch jemand zu Schaden kommt. Was viele nicht wissen - eine entsprechende Versicherung im erlebnispädagogischen Bereich ist bei zahlreichen Anbietern eher die Ausnahme statt die Regel! 

So sind auch bei namenhaften Anbietern die freiberuflichen oder selbstständigen TrainerInnen selbst für den Abschluss einer entsprechenden Versicherung zuständig. Erstmal nicht verwerflich oder schlimm. Nur wissen diese, mangels Aufklärung und Berufserfahrung, oftmals nichts davon oder sparen sich das Geld für derartige Versicherungen lieber. 

Schon vor der Buchung eines Ausflugs oder einer Reise mit Ihren SchülerInnen sollten Sie beim Anbieter nachfragen, ob die TrainerInnen über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen. Ansonsten könnte es im Schadensfall Ärger geben!

Denn im Gegensatz zu den Berufen Arzt, Rechtsanwalt und Steuerberater ist eine derartige Versicherung bei TrainerInnen, BetreuerInnen und ErlebnispädagogInnen nicht gesetzlich vorgeschrieben. 

Auf Anfrage bei vielen Unternehmen werden Sie oft die Antwort erhalten: „Unser Unternehmen verfügt über eine Betriebshaftpflichtversicherung“. Nun diese Antwort könnte zufrieden stellen, wenn das Unternehmen mit festangestellten MitarbeiterInnen arbeitet. Sobald aber die TrainerInnen und BetreuerInnen vor Ort freiberuflich und selbstständig sind, beschränken die Versicherer regelmäßig ihre Leistungspflicht auf die Haftpflichtversicherung des Geschäftsherrn und schließen die Haftpflicht des Subunternehmers ausdrücklich aus. Dies bedeutet, dass der Trainer oder die Betreuerin selbst für den Abschluss einer derartigen Versicherung zuständig ist. 

Wichtig ist also die Information, in welchem Verhältnis die TrainerInnen und BetreuerInnen zum Unternehmen/Anbieter stehen - angestellt, freiberuflich oder selbstständig - und ob die TrainerInnen eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Mit weniger Klarheit sollte man ein entsprechendes Angebot nicht buchen!

Im Schadensfall ist der Kunde der Leidtragende, da die TrainerInnen in den seltensten Fällen über ausreichend private Mittel verfügen, um für entstandene Schäden aufkommen können. 

Unser Fazit zum Thema Versicherung bei außerschulischen Angeboten: Prüfen Sie vor der Buchung eines Wandertages, einer Klassenreise oder eines Ausflugs mit Ihren SchülerInnen, ob die TrainerInnen vor Ort über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen!

Gern beraten wir Sie zu diesem Thema auch persönlich oder stellen den Kontakt zu unserem Versicherungsfachmann her!

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